Pfingstgruß 2026

Was wird an Pfingsten gefeiert?

  • Es ist das Fest des Heiligen Geistes im Christentum.
  • Nach Ostern und Weihnachten ist es das wichtigste Kirchenfest.
  • Der Bibel nach kam der Heilige Geist zu Jesu Jüngern herab und ließ sie in verschiedenen Sprachen predigen –
  • Pfingsten wird 50 Tage nach Ostern gefeiert und schließt die Osterzeit ab.
Das Bild zeigt Blüten einer Pfingstrose

Foto: Hanna Köhlen

 

 

Der Herr ist der Geist,
wo aber der Geist des Herrn ist,
da ist Freiheit.

  1. Korinther 3, 17

 

 

 

In diesem Sinn wünschen wir Ihnen frohe und gesegnete Pfingstfeiertage zum Innehalten und Kraft schöpfen.

Zur Erinnerung: In der Gemeinde findet an Pfingsten nur ein Gottesdienst statt:
Ordinationsgottesdienst Patrick Nilgen am Pfingstmontag 26.05.2026
Schulstr. 1
52445 Titz 
ab 15:00 Uhr

Ihre
Vorsitzende Hanna Köhlen
Pfarrerin Anne Benninghoff
Diakon Patrick Nilgen

Ordination Patrick Nilgen

Die Jülicher Zeitung/Aachener Zeitung hat am 22.05.2026 im Vorfeld über das Ereignis der Ordination – am Pfingstmontag um 15:00 Uhr im Gemeindezentrum in Titz in der Schulstr. 1 – berichtet.
Frau Silvia Jagodzinska führt in einem sehr informativen Artikel aus:
„Ich bin in der evangelischen Kirche groß geworden und für mich war immer klar, dass ich ihr treu bleiben will. Das sagt Patrick Nilgen, der am Pfingstmontag in der evangelischen Kirche Titz. von Superintendent Dietrich Denker zum Diakon der Kirchengemeinde Kirchherten/Titz ordiniert wird.
Das bedeutet, dass er durch kirchliche Beauftragung und Einsegnung in den Dienst in Wort und Sakrament (Taufe” und Abendmahl) entsandt wird. Sein geistlicher Dienst ist dann offiziell anerkannt, so darf er zum Beispiel den Talar tragen. Zum Vergleich wird ein katholischer Diakon sakramental geweiht, meist als Vorstufe zum Priesteramt.“
Später kommt Patrick Nilgen in einem persönlichen Statement prominent zu Wort:
„Ich möchte die Menschen für den Glauben begeistern,
die Gemeinde seelsorgerisch begleiten,
Gottesdienste für Jüngere attraktiver machen,
gemeinsam mit ihnen neue Formen entwickeln.“

Den kompletten Artikel gibt es für die Leser der Jülicher Nachrichten.

Von links nach rechts: Hanna Köhlen (Presbyteriumsvorsitzende), Patrick Nilgen (Diakon), Anne Benninghoff (Pfarrerin)

Foto: Silvia Jagodzinska – Von links nach rechts: Hanna Köhlen (Presbyteriumsvorsitzende), Patrick Nilgen (Diakon), Anne Benninghoff (Pfarrerin)

Andacht zu Psalm 37,5

„Lass den Herrn deinen Weg bestimmen! Vertrau auf ihn! Er wird es schon machen.“
– Psalm 37,5

Das Bild zeigt ein Portrait des Dichters und Theologen Paul Gerhardt.

Foto: epd-Bild

Liebe Gemeinde,
wir leben in Zeiten tiefgreifender Veränderungen, verbunden mit gesellschaftlichen Umbrüchen, kulturellen Verschiebungen und persönlichen Unsicherheiten. All diese Entwicklungen prägen unseren Alltag und zerren an unseren Kräften.
Auch die Kirche steht vor großen Veränderungen. Wandel ist der Kirche grundsätzlich nicht fremd, dennoch sind die Auswirkungen solcher Veränderungen heute spürbarer denn je. Vieles, was über Jahre selbstverständlich war, verliert zunehmend an Bedeutung. Vertraute Strukturen verändern sich, Gemeinden werden kleiner und Sicherheiten verschwinden. Kirche ist im Wandel. Die große Frage, vor der wir stehen, lässt sich nicht einfach beantworten. Kirche muss einen Weg finden, mit all diesen Herausforderungen umzugehen, ohne dabei ihren Auftrag zu verlieren.
Solche Umbrüche, wie wir sie heute erleben, gab es jedoch immer wieder in der Geschichte, so auch vor über 350 Jahren zur Lebenszeit des Theologen und Kirchenliederdichters Paul Gerhardt.
In diesem Jahr jährt sich der Todestag des bekannten Kirchenliederdichters und Theologen. Paul Gerhardt wuchs im 17. Jahrhundert auf, einer Zeit, die stark vom Dreißigjährigen Krieg geprägt war. Ein Krieg, der weite Teile Europas verwüstete. Hunger, Krankheit und Tod, aber auch politische Spannungen bestimmten das Leben der Menschen.
Paul Gerhardt war selbst unmittelbar von dieser schweren Zeit betroffen. Nicht nur der Krieg und seine Folgen setzten ihm zu, auch persönliche Schicksalsschläge prägten sein Leben. Er verlor mehrere Kinder sowie seine Ehefrau. Hinzu kamen kirchliche Konflikte, die sogar dazu führten, dass er zeitweise sein Amt verlor. Sein Leben war sprichwörtlich von Umbrüchen, Verlusten und Ungewissheit gekennzeichnet.
In Berlin, genauer gesagt im Nikolaiviertel, wurde mir der Theologe Paul Gerhardt noch einmal auf besondere Weise nahegebracht. Dort war er als Pfarrer an der Nikolaikirche tätig. Wenn man heute durch dieses Viertel geht, wirkt zunächst alles ruhig und geordnet. Zu Gerhardts Zeit jedoch war Berlin geprägt von Armut, Spannungen und vielfältigen Konflikten. Genau dort wirkte er als Pfarrer, Seelsorger und Kirchenliederdichter. In dieser Umgebung entstanden viele seiner bis heute bekannten Lieder.
Was mich an Paul Gerhardt besonders beeindruckt, ist seine Ehrlichkeit. Er hat schwere Verluste erlebt, seinen Arbeitsplatz verloren und dennoch nicht aufgehört, Hoffnung weiterzugeben. Seine Lieder nehmen Ängste und Zweifel ernst und schenken den Menschen zugleich Vertrauen auf Gott.
Das Lied „Befiehl du deine Wege“ (EG 361) ist für mich ein solches Lied. Es spricht davon, dass man nicht alles allein tragen muss und dass Unsicherheit zum Leben dazugehört. Zugleich ermutigt es dazu, den eigenen Weg Gott anzuvertrauen, auch dann, wenn man nicht weiß, wohin er führt. Gerade das macht dieses Lied zu einer starken Botschaft.
Wenn wir über Kirche im Wandel sprechen, kann Paul Gerhardt auch heute noch ein wichtiger Impulsgeber sein. Er verstand die Sprache der Menschen und brachte den Glauben mitten in ihren Alltag.
Kirche verändert sich, weil sich das gesellschaftliche Leben der Menschen verändert. Menschen leben heute anders, denken anders und stellen andere Fragen. Kirche muss lernen, auf diese Fragen einzugehen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Tut sie das nicht, verliert sie den Kontakt zu den Menschen. Paul Gerhardt zeigt uns, dass Veränderung nichts Bedrohliches ist. Er hat vorgelebt, was es heißt, neue Wege zu gehen, ohne den Kern des Glaubens aufzugeben. Genau diesen Mut brauchen wir auch heute.
„Befiehl du deine Wege“ bedeutet für mich nicht, alles aufzugeben und untätig zu werden, sondern den Mut zu haben, Entscheidungen zu treffen, im Wissen darum, nicht allein zu sein. Sowohl wir als einzelne Personen als auch wir als Kirche dürfen neue Wege gehen, auch wenn sie uns im ersten Moment ungewohnt erscheinen.
Meine Reise vor zwei Jahren nach Berlin und Wittenberg hat mir gezeigt, dass Kirche schon immer im Wandel war. Menschen wie Martin Luther und Paul Gerhardt haben diesen Wandel nicht aufgehalten, sondern aktiv mitgestaltet. Sie haben vertraut, gezweifelt, gerungen und dennoch weiter für ihre Überzeugung gekämpft.
Der Todestag von Paul Gerhardt jährt sich in diesem Jahr zum 350. Mal. Dennoch ist er kein verstaubter Theologe aus der Vergangenheit, sondern auch heute ein wichtiger Impulsgeber für die Kirche. Einer, der zeigt, dass Glaube schon immer in Bewegung war und ist. Dass Kirche immer unterwegs war, mal langsamer, mal schneller. Dieses Durchhalten in Zeiten der Unsicherheit halte ich auch für unsere Kirche heute für besonders wichtig. Kirche wird weiterhin ihren Glauben leben, das Evangelium zu den Menschen bringen und Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen.
Amen.

Patrick Nilgen

Unsere neue Erwachsenen-Kochgruppe „Die Kochreisenden“ 2026

Lust auf gemeinsames Kochen in entspannter Atmosphäre?
In unserer Kochgruppe entdecken wir zusammen kreative Rezepte aus der klassischen und modernen Küche.
Kochen, Ausprobieren, Genießen und der Austausch miteinander stehen dabei im Mittelpunkt.

Wir treffen uns alle zwei Wochen von 10:00 bis 14:00 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Titz, Schulstraße 1, 52445 Titz.
Der Kostenbeitrag beträgt pro Treffen ca. 5,00 bis 10,00 Euro.
Die Ausgaben für die Zutaten werden auf alle Teilnehmenden umgelegt.

Wir starten am 13. Januar 2026.

Weitere Termine:

27.01 | 10.02 | 24.02 | 10.03 | 24.03 | 21.04 | 05.05 | 19.05 | 02.06 | 16.06 | 30.06

Wir freuen uns auf euch!

Anmeldung bis Freitag vor dem jeweiligen Termin an:
evjugendkirchherten@ekir.de
oder per WhatsApp: 0176 30510358

Ein Plakat mit Landkarte und den Informationen des vorstehenden Textes.

Gemeinsame Stellungnahme gegen Rechts

Pressemitteilung:

Gemeinsame Stellungnahme

  • der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Titz,
  • der Evangelischen Kirchengemeinde Kirchherten,
  • der Evangelischen Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft
  • und dem Katholischen Seelsorgebereich Bedburg

gegen Rechts

Die GdG Titz, die Ev. Kirchengemeinde Kirchherten, die Ev. Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft und der Katholische Seelsorgebereich Bedburg nehmen mit großer Sorge in unserer Gesellschaft eine Zuspitzung rechtsextremer und rechtspopulistischer Überzeugungen und daraus entstehenden Handlungen wahr. Dazu möchten wir uns aus unserem christlichen Glauben heraus deutlich positionieren.

Aus dem Glauben an Jesus Christus heraus setzen wir uns für die unantastbare Würde und die sich darauf berufenden Menschenrechte ein. Wir engagieren uns nachdrücklich für Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden und den Schutz der Umwelt. Im Namen Christi kritisieren wir totalitäre und menschenverachtende Haltungen und treten für ein solidarisches Miteinander ein.

In Zeiten zunehmender Demonstrationen gegen rechtsextreme Tendenzen in unserer Gesellschaft ergreifen wir, die Evangelische Kirchengemeinde Kirchherten, die GdG Titz, die Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft und der katholische Seelsorgebereich Bedburg gemeinsam Partei. Angesichts der beunruhigenden Verbreitung extremistischer Ideologien fühlen wir uns dazu verpflichtet, eine klare Position zu beziehen und uns für eine offene, vielfältige Gesellschaft einzusetzen.

Die Sichtbarkeit rechtsextremer Tendenzen erfüllt uns mit Sorge. Unser Glaube beinhaltet Werte wie Menschenwürde, Respekt, Toleranz und Nächstenliebe. Daher rufen wir dazu auf, sich aktiv für eine Gesellschaft einzusetzen, die von diesen Werten und Vielfalt geprägt ist.

Als örtliche Kirchengemeinden unterstreichen wir das klare Nein zu rechtsextremen Ideologien sowie die Förderung von Freiheit und Solidarität. Als Kirchengemeinden versuchen wir unsere christlichen Werte in die Tat umzusetzen und bekräftigen unsere Verpflichtung zu einer Mitgestaltung einer gerechten und menschenwürdigen Gesellschaft.

Wir ermutigen alle Mitglieder unserer Gemeinden sowie die breite Öffentlichkeit, sich aktiv für diese Werte einzusetzen und gemeinsam gegen jegliche Form von Extremismus und Intoleranz einzutreten. Nur durch eine vereinte Anstrengung können wir eine Welt schaffen, in der Respekt und Mitmenschlichkeit die obersten Prinzipien sind.