Kategorie-Archiv: Allgemein

Ankündigung: Gottesdienst persönlich.

Seit dem 17. Mai 2020 feiern wir wieder regelmäßig Gottesdienst in unserem Gemeindezentrum Titz.
Künftig stellen wir nachträglich zumindest die Predigt des Präsenzgottesdienstes unter Hausgottesdienste ein. Alternativ finden Sie im rechten Menü unter Gottesdienste entsprechende Hinweise auf Veranstaltungen in den Medien.
Der reale Gottesdienst unter Coronabedingungen wird etwas anders ablaufen als gewohnt:

  • Vor dem Gottesdienst tragen Sie sich bitte in eine Teilnehmerliste ein, damit mögliche Infektionsketten nachweisbar werden
  • und waschen sich die Hände vorher gründlich bzw. desinfizieren sie.

Unser Gemeindezentrum ist so umgestaltet, dass ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zu allen Seiten gewährleistet ist. Außerdem gibt es einen getrennten Ein- und Ausgang.
Sie werden zu ihren Plätzen geleitet.
Während des gesamten Gottesdienstes ist ein Mund- und Nasenschutz zu tragen. Bitte denken Sie daran, sich einen mitzubringen.

Da der Gemeindegesang noch untersagt ist, wird Frau Oblas 2 Lieder vortragen. Die Gottesdienstbesucher dürfen diese leise mitsummen.

Am Ausgang steht ein Korb, in den Sie Ihre Kollekte einlegen können. Der Zweck wird Ihnen im Gottesdienst bekannt gegeben.

Ich freue mich, Sie persönlich wieder zu treffen.

Doch mir ist auch bewusst, dass für viele eine Rückkehr in diese andere Normalität schwierig und sogar gefährlich sein kann. Darum finden Sie auch weiterhin den jeweiligen Gottesdienst als Hausgottesdienst hier.
Einen Fahrdienst können wir leider unter den derzeitigen Bedingungen nicht anbieten.

Ob virtuell oder von Angesicht zu Angesicht, wir bleiben verbunden.

Ihre Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Kirchherten

Unsere Kirchenapp ist online!

Im Google Playstore und auch im Applestore finden Sie nun unter Ev. Kirche Kirchherten unsere neue Kirchenapp.
Laden Sie sich diese kostenlos herunter, und Sie verpassen keine wichtigen Informationen und Termine mehr.
WICHTIG für die Konfirmanden und Konfirmandeneltern: Bitte melden Sie sich mit Ihrem Namen in der App an, so können wir den Konfirmandengruppen gezielte Termine und alle wichtigen Infos zukommen lassen!

Die App wird in einigen Bereichen noch ergänzt.
Für die mit Speicherplatzproblemen und die mit den größeren Geräten: Eine Web-Version gibt es davon auch. Die Bedienung erfolgt dann durch Klick oder Tippen auf die Felder im gezeigten Mobilteil.

Viel Spaß beim Stöbern!

Geleitwort zum Gemeindebrief 198

Meine Zeit steht in deinen Händen (Gott) – ein Lied von Peter Strauch
Refrain:
Meine Zeit steht in deinen Händen.
Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.
Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.

  1. Sorgen quälen und werden mir zu groß.
    Mutlos frag ich: Was wird morgen sein?
    Doch du liebst mich, du lässt mich nicht los.
    Vater, du wirst bei mir sein.
    Refrain
  1. Hast und Eile, Zeitnot und Betrieb
    nehmen mich gefangen, jagen mich.
    Herr, ich rufe: komm und mach mich frei!
    Führe du mich Schritt für Schritt.
    Refrain
  1. Es gibt Tage, die bleiben ohne Sinn.
    Hilflos seh´ ich, wie die Zeit verrinnt.
    Stunden, Tage, Jahre gehen hin,
    und ich frag mich, wo sie geblieben sind.
    Refrain

Liebe Gemeinde,
versuchen Sie mal einem Kind zu erklären, was Zeit ist. Das ist gar nicht so einfach. 
Sicher, man kann auf seine Uhr zeigen und sagen: „Die Zeit ist eingeteilt in Sekunden, Minuten und Stunden.“ Auf einer Uhr kann man beobachten wie sie vergeht.
Es gibt Tage, Wochen und Jahre und irgendwann ist deine Zeit abgelaufen.
Die Zeit eines Menschen beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Somit ist die Zeit linear, unumkehrbar. Sie läuft ab.
Aber damit hat man immer noch nicht geklärt, warum in glücklichen Momenten die Zeit wie im Fluge vergeht und sich wie Kaugummi zieht, wenn man Langeweile hat.
Die Zeit ist ein merkwürdiges Phänomen.
Der Volksmund behauptet, Zeit heilt alle Wunden.
Mein Großvater sagte immer, dass Zeit im Alter schneller vergeht, als in der Jugend.
In der Bibel heißt es: „Meine Zeit steht in deinen Händen.“ (Psalm 31,16a)
König David hat so gebetet. Das ist auch schon ungefähr 3000 Jahre her.
Dieser Spruch ist ein Bekenntnis zum prallen Leben: Zeit – das sind genutzte und verpasste Gelegenheiten. Begegnungen und Einsamkeit. Glaube und Zweifel. Rausch und Nüchternheit. Streit und Versöhnung. Manchmal geklärte Beziehungen. Oft auch Verhältnisse, die offen geblieben sind. Das ganze Leben eben.
Von unseren physikalischen und philosophischen Debatten zum Thema Zeit hat der biblische König David nichts geahnt. Ihm ging es um ein Bekenntnis. „Ich bin dem Lauf der Zeit nicht einfach ausgeliefert. Da ist ein Gott, dem kein Augenblick meines Lebens fremd ist.“
Und wenn das Leben – meine Zeit – in Gottes Händen steht und nicht allein in meinen, dann sind auch meine Bewertungen vorläufig und manchmal eben auch falsch.
Das letzte Wort über mein Leben sprechen nicht diejenigen, denen ich etwas schuldig geblieben bin.
Auch nicht die Menschen, die es gut mit mir meinen, sondern der Schöpfer des Lebens selbst.
König David fand das befreiend. Die Vorstellung, er müsse am Ende seines Lebens ängstlich auf das Urteil des Jüngsten Gerichtes warten, war ihm völlig fremd.
„Du bist mein Fels, meine Burg“, betet David im selben Psalm. Das soll heißen: „Wer sich auf Gott verlässt, hat festen Boden unter den Füßen.“
Albert Einstein hat mal gesagt: „Zeit ist das, was man an der Uhr ablesen kann.“ Da war das Genie sicherlich ein wenig flapsig. Eine intelligentere Erklärung zum Wesen der Zeit habe ich auch nicht gefunden. Aber dafür eine Hoffnung, die ich mit David und vielen anderen zu allen Zeiten teile:

„Meine Zeit steht in deinen Händen, Gott.“

Amen

Ihre Pfarrerin Anne Mischnick